Künstler Frühjahr 2017

Mario Häring, Intendant in Residence, Klavier

Mario Häring wurde im November 1989 in Hannover geboren und wuchs in Berlin auf. Aus einer deutschjapanischen Musikerfamilie stammend, machte er bereits im Alter von drei Jahren erste Erfahrungen auf der Geige und am Klavier und erhielt 1994 seinen ersten Klavierunterricht. Noch vor seinem Abitur studierte er als Jungstudent bei Prof. Fabio Bidini im Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Lars Vogt absolvierte Mario Häring auch den Bachelor-Studiengang Klavier. Seit 2014 belegt er einen Master-Studiengang für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Musikalische Impulse erhielt der junge Pianist bereits bei zahlreichen Meisterkursen, unter anderem bei Paul Badura-Skoda, Pascal Devoyon, Anatol Ugorski, Walter Blankenheim und András Schiff. Außerdem ist er seit 2011 Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und nimmt dort an den Intensiv-Wochen teil. Zudem ist er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung. Seit 1995 gewann Mario Häring sowohl im solistischen wie auch im kammermusikalischen Bereich zahlreiche erste Preise. Nach seinem Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Symphonikern im Jahr 2003 folgten weitere Konzerte mit Orchester, die ihn u. a. in die Philharmonie Konstanz, ins Tokyo Metropolitan Theatre, ins Tokyo Bunka Kaikan und sechs weitere Male in die Berliner Philharmonie führten. Seine Konzerttätigkeit führt ihn außerdem immer wieder in renommierte Säle wie das Konzerthaus Berlin, die Laeiszhalle Hamburg und die Suntory Hall in Tokyo. Er war Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Braunschweig Classix Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Internationalen Steinway Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Lucerne Festival „Ark Nova“ in Matsushima, dem Kissinger Sommer und dem Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach. Konzertengagements ließen ihn bereits in China, Finnland, Griechenland, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, Namibia, Österreich, in der Schweiz, in Spanien und in den USA auftreten.
Neben Engagements mit Orchestern und als Solist widmet sich Mario Häring auch immer wieder der Kammermusik. Die Begeisterung dafür teilt er unter anderem mit dem Geiger Noé Inui, mit dem er als Duo ein Stipendium der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung erhielt und die ICMA-nominierte CD „Identity“ veröffentlichte. Seine Vielseitigkeit stellt Mario Häring auch auf seiner Debüt-CD „Russian Moments“ unter Beweis, auf der er ausdrucksstarke Interpretationen von Werken Rachmaninows, Prokofjews und Kapustins liefert.


Sarah Christian, Violine (Konzertmeisterin Deutsche Kammerphilharmonie Bremen)

Sarah Christian, geboren in Augsburg, absolvierte ihr Studium bei Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Zwischen 2013 und 2016 hatte sie dort auch einen Lehrauftrag als Assistentin von Prof. Weithaas inne. Ihren ersten Studienabschnitt bei Prof. Igor Ozim an der Universität Mozarteum Salzburg schloss sie im Alter von 20 Jahren mit höchster Auszeichnung ab. Weitere musikalische Impulse erhielt sie in Form von Meisterkursen bei Prof. Thomas Brandis, Donald Weilerstein, Prof. Rainer Schmidt, Maxim Vengerov und Miriam Fried.
Internationale Erfolge feierte Sarah Christian als Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. Zuletzt wurde sie 2013 beim Internationalen Violinwettbewerb „Michael Hill“ in Auckland (Neuseeland) mit einem 2. Preis und dem Kammermusikpreis ausgezeichnet. Sie ist Preisträgerin des „Internationalen Louis Spohr Wettbewerbs für Junge Geiger“ und Gewinnerin des Internationalen Violinwettbewerbs „Kocian“ in Tschechien. Es folgten Preise beim „Internationalen Violinwettbewerb Henri Marteau“, bei dem sie zusätzlich den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von W. A. Mozart erhielt, sowie beim „Internationalen Wettbewerb für Violine“ der Kulturstiftung Hohenlohe in Kloster Schöntal. Hier ist ebenfalls ein Sonderpreis für das virtuose Werk zu erwähnen. Beim „Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb“ in Österreich erspielte sie sich einen 1. Preis. Die Stiftung Mozarteum Salzburg übergab der Preisträgerin anlässlich des „10. Internationalen Mozartwettbewerbs“ in Salzburg den Förderpreis für die jüngste Finalistin. 2008 wurde sie als „Best string player of the year“ sowie mit der „Yehudi Menuhin Medaille“ der Universität Mozarteum Salzburg ausgezeichnet. Sie gewann den Internationalen Wettbewerb für Violine „Szymon Goldberg“ in Meissen und wurde mit der „Szymon Goldberg-Medaille“ als Gesamtsiegerin geehrt. Anfang 2012 erspielte sie sich beim „Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb“ in Berlin den 1. Preis sowie den Preis der „Freunde Junger Musiker“.
Sarah Christian legt auch besonderen Wert auf ihre kammermusikalische Ausbildung und Entwicklung. Besondere Anstöße sind hier durch das Hagen Quartett zu erwähnen. 2010 spielte sie sich beim „Deutschen Musikwettbewerb“ in Bonn in der Kategorie Duo Violine/Klavier ins Finale und wurde als Stipendiatin in die „Bundesagentur Konzerte Junger Künstler“ aufgenommen. In deren Rahmen gab sie Konzerte in ganz Deutschland, unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Beim Festival Spannungen in Heimbach und bei den Schwetzinger Festspielen spielte sie mit Lars Vogt, Jörg Widmann, Tanja Tetzlaff u. a. 2015 fand zum ersten Mal ihre Kammermusikreihe „Freistil“ in Augsburg statt, die sie als künstlerische Leiterin gemeinsam mit dem Cellisten Maximilian Hornung initiiert und betreut hat. Sarah Christian verfolgt eine rege Konzerttätigkeit, die sie schon durch viele Länder Europas, nach China, Japan, Südamerika und die USA führte. Sie spielte als Solistin bereits mit dem via-nova-chor München, mit den Philharmonien Hermannstadt und Timisoara (Rumänien), der Bayerischen Kammerphilharmonie, der Camerata Salzburg, dem Auckland Philharmonia Orchestra, dem Sinfonieorchester Klagenfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen u. a.
Seit 2013 ist sie 1. Konzertmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Neben Projekten mit weltberühmten Dirigenten und Solisten genießt sie vor allem auch die Möglichkeit, immer wieder selbst vom Pult aus zu leiten. In dieser Position hat sie sich bereits einen Namen gemacht und ist regelmäßig zu Gast bei anderen Orchestern wie zum Beispiel dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin oder der Kammerakademie Potsdam.
Im Mai 2017 erscheint ihre Debüt-CD mit Werken von Schubert und Prokofjew bei GENUIN.


Jonian-Ilias Kadesha (Griechenland/Albanien)

„Ein sehr seltenes Talent...“ (Salvatore Accardo) „Intelligent, originell und überzeugend sowie mit einem großartigen musikalischen Geschmack und starker Bühnenpräsenz!“ (Hatto Beyerle) Jonian-Ilias Kadesha, Preisträger bei fünf internationalen Solo- und Kammermusikwettbewerben in den letzten drei Jahren, erweist sich rasch als einer der spannendsten und interessantesten jungen Musiker, die es in diesen Jahren zu entdecken gibt.
Erst kürzlich war Jonian-Ilias Kadesha Finalist und Sonderpreisträger des renommierten „Deutschen Musikwettbewerbs“ in Lübeck und erhielt zahlreiche Engagements in ganz Deutschland für die Saison 2016/2017. Des Weiteren wurde er 2013 mit dem 2. Preis, dem Publikumspreis und dem Kammermusikpreis beim „8. Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart“ in Augsburg ausgezeichnet.
Mit seinem Trio GASPARD gewann er erste Preise und zahlreiche Sonderpreise beim „Internationalen Joseph Joachim Kammermusikwettbewerb“ in Weimar sowie beim „Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb“ in Wien. Darüber hinaus erhielt Jonian-Ilias Kadesha gemeinsam mit dem Pianisten Florian Glemser den 2. Preis beim „Internationalen Duo-Wettbewerb“ in Schweden.
Den ersten Geigenunterricht erhielt der 1992 in Athen geborene albanisch-griechische Geiger im Alter von vier Jahren von seinem Vater. 2005 schloss der damals 13-jährige Jonian-Ilias Kadesha das Konservatorium „Linda Leussi“ in Athen mit einer Goldmedaille ab. Er führte seine Studien anschließend an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Grigori Zhislin fort, wo er 2013 sein Künstlerdiplom erhielt. Derzeit studiert er für seinen Master-Abschluss bei Prof. Ulf Wallin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Zusätzlich studierte Jonian-Ilias Kadesha bei Salvatore Accardo an der Accademia Walter Stauffer in Cremona und ergänzte seine Ausbildung durch zahlreiche Solound Kammermusik-Meisterkurse bei namenhaften Musikern wie Leonidas Kavakos, Steven Isserlis, Ferenc Rados, Hatto Beyerle, Gerhard Schulz, Renaud Capuçon, Gábor Takács-Nagy, Peter Nagy, Johannes Meissl (Artis Quartett), Avedis Kouyoumdjian und dem Juilliard String Quartet.
Sein Debüt als Solist gab Jonian-Ilias Kadesha bereits 2004 im Alter von 12 Jahren, als er im Teatro dei Rozzi in Siena mit dem Orchestra della Toscana unter Leitung von Giampaolo Bisanti Wieniawskis 2. Violinkonzert aufführte. Seitdem spielt er häufig mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester,  dem Griechischen Rundfunkorchester, dem Würzburger Kammerorchester, den Lübecker Philharmonikern, dem Athens City Symphony Orchestra, dem Albanischen Rundfunkorchester,
dem State Symphony Orchestra Athen, dem Kosovo Philharmonic Orchestra, dem Thessaloniki State Symphony Orchestra und dem Monteverdi Kammerorchester. Zu den Dirigenten, mit denen Jonian-Ilias Kadesha zusammenarbeitete, zählen Bruno Weil, Alberto Lysy, Ari Rasilainen, Michalis Economou, Christopher Franklin und Claudio Büchler.
Seine Rezitale und Konzerte führten Jonian-Ilias Kadesha zu wichtigen Spielstätten Europas, darunter Megaron Mousikis in Athen, Salle Garnier in Monte Carlo, Wigmore Hall in London, Teatro dei Rozzi in Siena, San Barnaba in Brescia und Goldener Saal in Augsburg. Seine Aufführungen wurden bisher u. a. vom BR, Deutschlandradio, SWR, ORF und RAI in Deutschland, Italien und Österreich sowie in  Fernsehstationen in Griechenland und Albanien übertragen.
Als engagierter Kammermusiker hat Jonian-Ilias Kadesha bereits mit Musikern wie Gidon Kremer, Salvatore Accardo, Steven Isserlis, Kim Kashkashian, Bruno Giuranna und Renaud Capuçon zusammengearbeitet und folgte Einladungen zu Festivals und Projekten, einschließlich zum Progetto Martha Argerich, zum Norfolk and Norwich Festival, zum Northern Chords Festival, zum DAVOS FESTIVAL, zum Engadin Festival, Settimane Musicali, zum PODIUM Festival Esslingen, zum Amati Festival, zu Omaggio a Cremona, zum Montebello Kammermusikfestival und zum Bel Air Festival.
Jonian-Ilias Kadesha ist Mitgründer des Trio GASPARD, ein von der Kritik hochgelobtes internationales Klaviertrio. Gefördert von Prof. Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett), ist das Trio GASPARD Gewinner des Haydn- wie auch des Joachim-Wettbewerbs in Wien bzw. Weimar. Mit seinem Trio tritt er regelmäßig in Deutschland, England, Frankreich und Südkorea auf. Darunter befinden sich so renommierte Spielorte wie die Wigmore Hall in London, Schloss Schönbrunn in Wien und Salle Molière in Lyon. Die Aufführungen wurden u. a. vom SWR, ORF und KBS (Korean Radio Television) landesweit übertragen.
Jonian-Ilias Kadesha spielt auf einer Violine von Niccolò Gagliano (Neapel,18. Jahrhundert), welche ihm als Leihgabe von der Deutschen Stiftung Musikleben überlassen wurde, sowie auf einer Kopie der Guarneri del Gesù 1733, gebaut von Svetozar Bogdanoski (Veles, 2006), die von der Costopoulos Cultural Foundation in Athen gesponsert wurde.


Matan Gilitchensky, Viola (Israel, Dresdner Philharmoniker)

Matan Gilitchensky ist Gewinner der renommierten „Aviv Competition“ in Israel (AICF, 2010) und wurde mit dem Preis für Viola sowie mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Außerdem hat er zahlreiche Wettbewerbe und Preise als Solist und Kammermusiker in Deutschland, Italien, in der Schweiz, in Spanien und in Tschechien gewonnen.
Als leidenschaftlicher Kammermusiker unternahm er Konzerttourneen durch ganz Europa und trat bei zahlreichen bedeutenden Festivals wie dem Jerusalem Chamber Music Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, der Verbier Festival Academy und bei Open Chamber Music in Prussia Cove auf, wo er mit Weltklasse-Musikern wie Guy Braunstein, Wolfram Christ, Frans Helmerson, Alban Gerhardt und Máté Sz cs auftrat.
Seit 2005 wird Matan Gilitchensky durch Stipendien von der AICF unterstützt und erhält außerdem ein Stipendium von den „Freunden Junger Musiker Berlin“. Er ist Absolvent der Buchmann-Mehta School of Music in Tel Aviv, wo er in der Klasse von Dr. Lilach Levanon studierte. Derzeit vervollkommnet er seine Ausbildung an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Hartmut Rohde.
Matan Gilitchensky ist Solo-Bratschist bei der Dresdner Philharmonie und als Assistent von Prof. Hartmut Rohde in Berlin tätig. Als Gast spielte er außerdem bei den Berliner Philharmonikern sowie als  Solo-Bratschist im Orchester der Oper Köln.
Matan Gilitchensky spielt eine Viola von Francesco Goffriller, die ihm Yehuda Zisapel als Leihgabe aus seiner Privatsammlung zur Verfügung stellt.


Maximilian Hornung, Cello (Deutschland, Vorarlberger Landeskonservatorium)

Mit bestechender Musikalität, instinktiver Stilsicherheit und musikalischer Reife erobert der Cellist Maximilian Hornung die internationalen Konzertpodien. Für seine erste Sony-CD erhielt er den ECHO Klassik-Preis 2011 als Nachwuchskünstler des Jahres, für die Veröffentlichung von Dvo áks Cellokonzert mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Sebastian Tewinkel den ECHO Klassik 2012 für die „Konzerteinspielung des Jahres (19. Jhd. im Fach Cello)“. Im August 2014 gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen mit dem Philharmonia Orchestra unter Esa-Pekka Salonen und legte im selben Jahr eine CD mit den wichtigsten Cello-Werken von Richard Strauss mit dem Symphonieorchester des
Bayerischen Rundfunks unter Bernard Haitink sowie eine CD mit den Cellokonzerten von Joseph Haydn und Vaja Azarashvili mit der Kammerakademie Potsdam unter Antonello Manacorda bei Sony Classical vor.
Als Solist konzertiert er mit so renommierten Klangkörpern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Tschechischen Philharmonie, den Wiener Symphonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Bamberger Symphonikern unter Dirigenten wie Daniel Harding, Yannick Nézét-Séguin, Mariss Jansons, Esa-Pekka Salonen, Mario Venzago, Bernard Haitink, Manfred Honeck, Antonello Manacorda, Ji í B lohlávek,
Heinrich Schiff, Jonathan Nott, Yakov Kreizberg, Krzysztof Urbánski, Robin Ticciati und Semyon Bychkov. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Anne-Sophie Mutter, Hélène Grimaud, Christian Tetzlaff, Lisa Batiashvili, François Leleux, Yefim Bronfman, Lars Vogt, Jörg Widmann und Tabea Zimmermann. Er wurde von zahlreichen Festivals eingeladen, darunter Schwetzinger Festspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau Musik Festival, Lucerne Festival, Verbier
Festival, Ravinia Festival und Hong Kong Festival, und ist zu Gast auf Podien wie den Philharmonien Berlin, Köln und Essen, dem Wiener Musikverein, dem Concertgebouw Amsterdam und der Londoner Wigmore Hall. 2015/2016 spielte er das Brahms-Doppelkonzert unter anderem mit Anne-Sophie Mutter und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons sowie mit Lisa  Batiashvili und dem London Philharmonic Orchestra unter Yannick Nézét-Séguin. Weiterhin war er zu Gast beim Tonkünstler-Orchester unter Hugh Wolff (Elgar) und beim Berner Symphonieorchester unter Mario Venzago (Herbert, Nr. 2) sowie bei der Vancouver Recital Society und gemeinsam mit dem Arcanto Quartett in München und bei den Schwetzinger Festspielen.
Besondere Höhepunkte seiner Saison 2016/2017 sind Maximilian Hornungs Orchesterdebüts beim Pittsburgh Symphony Orchestra unter David Zinman (Don Quixote), beim Verdi Orchestra Mailand unter Jader Bignamini (Dvo ák), beim NFM Symphony Orchestra Wroclaw unter Mario Venzago (Schumann), bei der NDR Radiophilharmonie Hannover unter Andrew Manze (Brahms-Doppelkonzert mit Antje  Weithaas) sowie Wiedereinladungen zur Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Antonello Manacorda (Schostakowitsch, Nr. 1) und zum Orchestra della Svizzera Italiana unter Nicholas Collon (Saint-Saëns, Nr. 1). Im Herbst 2016 gibt er sein Recital-Debüt in der Londoner Wigmore Hall. Außerdem präsentiert er sich mit einem Querschnitt des Cello-Repertoires als Artist in Residence der  Neubrandenburger Philharmonie.
Maximilian Hornung, geboren 1986 in Augsburg, erhielt mit acht Jahren seinen ersten Cellounterricht. Seine Lehrer waren Eldar Issakadze, Thomas Grossenbacher und David Geringas. Nachdem er 2005 als Sieger des Deutschen Musikwettbewerbs hervortrat, gewann er 2007 als Cellist des Tecchler Trios, dem er bis 2011 angehörte, den 1. Preis beim ARD-Musikwettbewerb. Im Alter von nur 23 Jahren wurde er 1. Solocellist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und hatte diese Position bis 2013 inne. Zahlreiche Einspielungen entstanden für Sony Classical, Genuin, Bridge Records, Linn, NEOS und CPO.
Maximilian Hornung wird vom Freundeskreis der Anne- Sophie Mutter Stiftung und vom Borletti-Buitoni Trust in London unterstützt und gefördert.


Samuel Ortega Sánchez, Kontrabass (Spanien)

Samuel Ortega Sánchez wurde 1989 in Málaga geboren und begann seine musikalische Ausbildung im Alter von neun Jahren am Conservatorio profesional de música Manuel Carra in Málaga bei Jorge Muñoz.
Im Alter von zehn Jahren spielte er zum ersten Mal in einem Jugendorchester, dem Joven Orquesta Provincial de Málaga, mit dem er beim Orchesterfestival Eurochestries in Frankreich teilnahm. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied des Joven Orquesta de Andalucía (OJA), mit dem er Erfahrungen im Orchesterspiel und in Kammermusik unter der Leitung von nationalen und europäischen Dirigenten
wie Pedro Halffter und Daniel Barenboim sammelte. Im selben Jahr trat er in die Barenboim-Said Akademie ein. 2011 wurde er als Mitglied des Joven Orquesta Nacional de España (JONDE)  aufgenommen und setzte seine Studien bei bedeutenden Lehrern wie Lutz Köhler fort. 2012 wurde er eingeladen, um mit dem National Young Orchestra of Scotland zu spielen.
Samuel Ortega Sánchez besuchte Meisterkurse bei bekannten Kontrabassisten wie Toni García, Diego Zecharies, Franco Petracchi und Manfred Pernutz. Außerdem ist er Mitglied der Orchesterakademie in Granada. Er arbeitet regelmäßig mit Profiorchestern wie dem Orquesta Sinfónica de Málaga, dem Orquesta Filarmónica de Málaga, dem Orquesta Sinfónica de Murcia und dem Orquesta Ciudad de Granada zusammen. 2013 schloss Samuel Ortega Sánchez sein Kontrabass-Studium mit höchster Auszeichnung ab. Seitdem spielt er in „das sinfonie orchester berlin“ und setzt seine Kontrabassstudien bei Edicson Ruiz fort.


Barbara Chemelli, Flöte (Österreich, Mozarteumorchester Salzburg)

Die Flötistin Barbara Chemelli wurde in Landeck in Tirol (Österreich) geboren. Sie besuchte das Musikgymnasium in Feldkirch und studierte am Vorarlberger Landeskonservatorium bei Eva Amsler, Karl-Heinz Schütz und Eugen Bertel. Schon in jungen Jahren gewann sie mehrfach erste Preise bei Jugendwettbewerben und setzte ihr Studium an der Hochschule für Musik und Theater München bei András Adorján und in der Meisterklasse von Andrea Lieberknecht fort. Hier absolvierte sie auch ihren Master für Neue Musik.
Barbara Chemelli war Akademistin der Bayerischen Orchesterakademie und bei den Münchner  Symphonikern, Solopiccolistin bei den Düsseldorfer Symphonikern/Deutsche Oper am Rhein und der NDR Radiophilharmonie Hannover sowie Soloflötistin im Finnish Radio Symphony Orchestra Helsinki. Seit September 2015 spielt sie im Mozarteumorchester Salzburg und ist immer wieder als Solistin und mit dem Mozart Quartett Salzburg zu hören.


Sebastian Manz, Klarinette (Deutschland)

Die Medien begeistert Manz als ein Musiker, „der Melodien und Töne mit einer Beweglichkeit in Farbe und Nuancen vor sich her schiebt als wären es Bälle, die es galant zu jonglieren gilt...” (SZ). Seine „überwältigende Musizierlust [verbindet] sich mit technischer Perfektion“ (WAZ). Und die RHEINISCHE POST schreibt zu seiner CD In Rhythm: „...es swingt und fetzt, labt und weint, dass man nicht genug davon bekommen kann...“.
Als Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein findet der 1986 in Hannover geborene Sohn zweier Pianisten seine musikalischen Wurzeln im deutschrussischen Elternhaus. Mit sechs Jahren singt er im Knabenchor, versucht sich erst am Klavier, das er sehr gut beherrscht, konzentriert sich aber bald auf die Klarinette, die ihn seit Anhören von Benny Goodmans Aufnahme des Es-Dur-Konzerts von Carl Maria von Weber fasziniert. Keine Geringeren als Sabine Meyer und Reiner Wehle zählen zu seinen wichtigsten Lehrern und Förderern. Den großen Durchbruch bescherte ihm der sensationelle Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im September 2008: Dort gewann er neben dem seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette auch den begehrten  Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hatte er, mit seinem Klavierpartner Martin Klett als „Duo Riul“, auch den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Mit zwei ECHO Klassik-Auszeichnungen gehört Sebastian Manz zu den gefragtesten Solisten und Kammermusikern seiner Generation. Seit 2010 ist er Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters.
Die Saison 2015/2016 führte Sebastian Manz in viele Länder und Städte, so beispielsweise für eine Tournee nach Japan und zum Festival Cantabile nach Lissabon. Als Artist in Residence war er bei der Philharmonie Baden-Baden mit drei erfolgreichen Konzerten zu Gast. Bei den Hamburger Symphonikern debütierte Sebastian Manz mit Coplands Klarinettenkonzert unter John Axelrod. Mit seinem Klavierpartner Martin Klett als „Duo Riul“ folgte er einer Wiedereinladung der Stiftung Mozarteum Salzburg und trat erneut bei den Wolfsburger Movimentos Festwochen auf.
In der Saison 2016/2017 wird Sebastian Manz beim Beethoven Orchester Bonn, dem  Symphonieorchester Vorarlberg, den Hofer Symphonikern und der Württembergischen Philharmonie zu Gast sein sowie Konzerte in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen geben. Gemeinsam mit Herbert Schuch, Danjulo Ishizaka und Mirijam Contzen wird Messiaens „Quartett vom Ende der Zeit“, mit Ramón Ortega Quero, Marc Trénel und David Alonso „Bläser-Klavierquintette“ sowie mit dem Danish String Quartet das Klarinettenquintett von Brahms aufgeführt.
Die Diskografie mit mittlerweile 9 CDs zeigt eindrucksvoll sein vielseitiges Talent auf dem Instrument und besticht mit interessanten Zusammenstellungen von Standardwerken und Raritäten. Seine Einspielung mit dem Danish String Quartet stellt die Klarinettenquintette von Robert Fuchs und Johannes Brahms einander gegenüber. Im Februar 2017 wird beim renommierten Label Edel / Berlin Classics sein bisher umfangreichstes CD-Projekt erscheinen. Die gesamten Werke für Klarinette von Weber, gemeinsam eingespielt mit dem Radio Sinfonieorchester des SWR unter Antonio Méndez, dem casalQuartett und Sebastian Manz’ langjährigem Klavierpartner Martin Klett.
Sebastian Manz engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten  Organisation „Rhapsody in School”.


Johannes Fischer, Schlagzeug (Deutschland)

Johannes Fischer wird von der Presse als der Klangzauberer unter den Schlagzeugern gefeiert. Mit ungeahnter Leichtigkeit, impulsiver Spielfreude und Einfühlsamkeit berührt der vielseitige Künstler sein Publikum. Der 1. Preisträger des ARD-Musikwettbewerbs beweist, dass es als Schlagzeuger nicht nur darum geht, das Klischee eines virtuosen Kraftaktes zu erfüllen. Mühelos begeistert Johannes Fischer seine Hörer auch mit den poetischen Qualitäten seines Instrumentariums, dem er eine faszinierende Vielfalt magischer Klänge entlockt.
Seine Auseinandersetzung mit Musik erfolgt nicht nur aus Sicht des Interpreten, sondern umfassender, auch als Komponist und improvisierender Instrumentalist. Immer wieder begibt er sich auf die Suche nach der Schnittstelle seiner unterschiedlichen Betätigungsfelder, zu der auch vermehrt das Dirigieren zählt. Gerade die Wechselwirkung dieses interdisziplinären Arbeitens ist für ihn sehr inspirierend. Dabei ist neben seiner internationalen solistischen Tätigkeit, die ihn bereits in Konzertsäle wie den  Musikverein und das Konzerthaus in Wien, die Carnegie’s Zankel Hall in New York oder die Berliner Philharmonie sowie zu zahlreichen Orchestern und Festivals führte, insbesondere die Zusammenarbeit mit anderen Instrumentalisten, Komponisten oder Künstlern aus den unterschiedlichsten Bereichen von großer Bedeutung.
In seinem Repertoire pflegt er die wichtigen Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter  Kompositionen von Steve Reich, Iannis Xenakis, John Cage oder Karlheinz Stockhausen, und  gewährleistet gleichsam durch stetige Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten eine „Frischluftzufuhr“, die bereits einige signifikante, meist ihm gewidmete Werke hervorgebracht hat. Sein
Instrumentarium umfasst unzählige Instrumente aus aller Welt sowie Alltagsgegenstände, selbst gebaute oder neu erfundene Instrumente.
Die Beschäftigung mit Improvisation steht für Johannes Fischer ganz selbstverständlich auf der gleichen Ebene wie die Arbeit an komponiertem Repertoire. So improvisierte er z. B. mit Schlagzeugern wie Matthias Kaul oder Fritz Hauser zusammen, entwirft gemeinsam mit Nicholas Rimmer neue Livemusiken für Stummfilme und arbeitet zurzeit für die kommenden Jahre an mehreren abendfüllenden  Solokonzepten in Verbindung mit elektronischen Klängen sowie Video Projection Design.
Johannes Fischer spielt in unterschiedlichen Kammermusikformationen, u. a. mit dem „eardrum percussion duo“, dem „duo d’accord“ aus München, im Duo mit seiner Frau Nari Hong (Flöten) oder im Trio Belli-Fischer-Rimmer (Posaune, Klavier, Schlagzeug). Gemeinsam mit Nari Hong (Flöten, Elektronik) und Franz Danksagmüller (Live-Elektronik, KYMA) erforscht er in der Formation „pulse generator“  experimentelle psychedelische Club Sounds.
Als Komponist erhielt er u. a. Aufträge vom Crested Butte Music Festival, dem Lucerne Festival, dem Louvre Paris, dem Jungen Klangforum Mitte Europa, vom Amaryllis Quartett, von Third Coast Percussion, dem Heidelberger Frühling, dem Lockenhaus Kammermusikfest, vom BBC sowie vom Bayerischen Rundfunk. Ein Schwerpunkt liegt auf der instrumentalen Kammermusik, gelegentlich erweitert durch elektronische Klangzuspielungen oder Verfremdungen. Seine CD-Einspielungen bei OehmsClassics („Gravity“) und GENUIN classics („Traces“, „ritual obsessions“) wurden in der internationalen
Fachpresse hochgelobt und mit besten Kritiken bedacht. 2015 erschien seine Einspielung der 2. Sinfonie für Solo-Percussion und Orchester von Enjott Schneider mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin bei WERGO.
Er erhielt als Schlagzeuger und Komponist zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter Preise beim Deutschen Hochschulwettbewerb, dem Deutschen Musikwettbewerb und den 1. Preis sowie vier weitere Sonderpreise beim 56. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München.
Sein Studium absolvierte er bei Prof. Bernhard Wulff, Prof. Taijiro Miyazaki und Pascal Pons an der Hochschule für Musik Freiburg sowie als Stipendiat der Gerd-Bucerius-Stiftung bei Prof. Steven Schick an der University of California San Diego. Private Studien erfolgten darüber hinaus in Dirigieren bei Francis Travis und in Komposition bei Dieter Mack.
Von 2006 bis 2014 unterrichtete Johannes Fischer am Conservatorio della Svizzera Italiana in Lugano. 2009 wurde er als Schlagzeugprofessor an die Musikhochschule Lübeck berufen.


Boris Kusnezow, Klavier (Russland)

Der Durchbruch des Pianisten Boris Kusnezow begann 2009 mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs. Bald darauf feierte er sein Debüt in der Carnegie Hall und erhielt hervorragende Kritiken von der New York Times: „Most impressive interpretation“.
In Moskau geboren, begann Boris Kusnezow seine Ausbildung an der traditionsreichen Gnessin-Akademie. Seit seinem achten Lebensjahr lebt er in Deutschland und absolvierte sein Studium bei Prof. Bernd Goetzke in Hannover.
Erste Preise bei internationalen Wettbewerben, das Fellowship des renommierten britischen Borletti-Buitoni Trusts, Stipendien der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie zahlreiche CD-Einspielungen markieren wichtige Meilensteine seiner pianistischen Entwicklung.
Neben dem solistischen Spiel entwickelte sich die Kammermusik und Liedbegleitung zu einer besonderen Leidenschaft des Pianisten. Inzwischen konzertiert Boris Kusnezow weltweit in diversen Kammermusikbesetzungen und mit namhaften Solisten. In Deutschland trat er unter anderem in der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Prinzregententheater und im Gasteig in München sowie in der Berliner Philharmonie auf.
Boris Kusnezow unterrichtet an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und lebt in
Hannover.