Konzert am 16. Oktober 2016

Konzertprogramm am 16. Oktober 2016

Beginn: 17.00 Uhr im Angelika-Kauffmann-Saal

  1. Fernando Sor (1778–1839) Grand Solo, op. 14 (10’)

  2. Peter I. Tschaikowski (1840–1893)
    Andante cantabile in H-Dur aus dem Streichquartett Nr. 1, op. 11 (6’)

  3. Paul Taffanel (1844–1908)
    Grande Fantaisie sur Mignon für Querflöte und Klavier aus der Oper „Mignon“ von Ambroise Thomas (10’)

  4. Camille Saint-Saëns (1835–1921)
    Introduction et Rondo capriccioso in a-Moll, op. 28 (9’)

  5. Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) / Fazil Say (*1970) Rondo alla turca - Türkischer Marsch (3’)

    PAUSE

  6. Gustav Holst (1874–1934)
    St. Paul’s Suite, op. 29, Nr. 2 (13’)
    I. Jig (Vivace), II. Ostinato (Presto), III. Intermezzo (Andante con moto - Vivace - Tempo I), IV. Finale: The Dargason (Allegro)

  7. Johann Sebastian Bach (1685–1750)
    Menuett und Badinerie aus der Suite Nr. 2 in h-Moll, BWV 1067 (5’)

  8. Peter I. Tschaikowski (1840–1893)
    Pezzo capriccioso für Violoncello und Orchester in h-Moll, op. 62 (7’)

  9. Roland Dyens (*1955) Tango En Skai (3’)

  10. Melani Mestre (*1976)
    Allegro aus dem Violintango – Konzert für Violine und Streichorchester (6’)

  11. Edvard Grieg (1843–1907)
    Suite „Aus Holbergs Zeit“, op. 40 (21’)
    I. Präludium, II. Sarabande, III. Gavotte, IV. Air, V. Rigaudon

Mitwirkende:

  • Chouchane Siranossian, Konzertmeisterin
  • Petrit Çeku, Gitarre - Gewinner des „Andrés Segovia-Wettbewerbs“ und der „Parkening International Guitar Competition“ (1, 9)
  • Andrei Ioniță, Violoncello – Gewinner des „Tschaikowski-Wettbewerbs“ (2, 8)
  • Mario Häring, Klavier - Gewinner des „Steinway Klavierspiel-Wettbewerbs“ (2, 3, 4, 5)
  • Eva-Nina Kozmus, Querflöte – Gewinnerin des Wettbewerbs „Eurovision Young Musicians“ (3, 7)
  • Yury Revich, Violine – Gewinner der „International Classical Music Awards“ und des „Echo Klassik“ (4, 10)
  • Ensemble Esperanza (6, 7, 8, 9, 10, 11)

Mario Häring, Klavier - Intendant in Residence, Frühjahr 2017

Mario Häring, Klavier Mario Häring wurde 1989 in Hannover geboren und wuchs in Berlin auf. Aus einer deutsch-japanischen Musikerfamilie stammend, machte er bereits im Alter von drei Jahren erste Erfahrungen auf der Geige und am Klavier und erhielt 1994 seinen ersten Klavierunterricht. Noch vor seinem Abitur studierte er als Jungstudent bei Prof. Fabio Bidini am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling und Prof. Lars Vogt absolvierte er auch den Bachelorstudiengang Klavier. Seit 2014 belegt er einen Master-Studiengang für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Musikalische Impulse erhielt der junge Pianist bei zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei Paul Badura-Skoda, Pascal Devoyon, Anatol Ugorski, Walter Blankenheim und András Schiff. Außerdem ist er seit 2011 Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und nimmt dort an den Intensiv-Wochen teil. Zudem ist er Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Oscar und Vera Ritter-Stiftung. 

Seit 1995 gewann Mario Häring sowohl im solistischen wie auch im kammermusikalischen Bereich zahlreiche erste Preise. Nach seinem Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Symphonikern im Jahr 2003 folgten weitere Konzerte mit Orchester, die ihn u. a. in die Philharmonie Konstanz, das Tokyo Metropolitan Theater und ins Tokyo Bunka Kaikan führten. Seine Konzerttätigkeit führt ihn immer wieder in renommierte Säle wie die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, die Laeiszhalle Hamburg und die Suntory Hall in Tokio. Er war Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Braunschweig Classix Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Internationalen Steinway Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Lucerne Festival Ark Nova in Matsushima, dem Kammermusikfest „Spannungen“ in Heimbach sowie beim FESTIVAL NEXT GENERATION Bad Ragaz. Konzertengagements ließen ihn bereits in Japan, China, Finnland, Italien, Liechtenstein, Namibia, Spanien und in der Schweiz auftreten.

Neben Engagements mit Orchestern und als Solist widmet sich Mario Häring auch immer wieder der Kammermusik. Die Begeisterung dafür teilt er unter anderem mit dem Geiger Noé Inui, mit dem er bereits mehrfach in Japan auftrat. Als Duo erhielten sie ein Stipendium der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

Seine Vielseitigkeit stellt Mario Häring auch auf seiner ersten CD Russian Moments mit ausdrucksstarken Interpretationen von Werken Rachmaninows, Prokofjews und Kapustins unter Beweis.

Yury Revich, Violine - Intendant in Residence, Herbst 2017

Yury Revich, Violine Yury Revich, 1991 in Moskau geboren, stammt aus einer Dynastie von Violinisten – sein Vater, sein Großvater und sein Urgroßvater waren ebenfalls Violinisten. Er studierte bei Galina Turchaninova, Viktor Pikayzen, Valery Vorona, Pavel Vernikov und bei seinem Vater. Trotz seines jungen Alters ist er bereits ein überaus reifer und ernst zu nehmender Künstler und gehört zu den ausdrucksstärksten Musikern seiner Generation („Starke Autorität, schnelle Fingerfertigkeit, angeborene Musikalität und überzeugende Genauigkeit“, The Strad). Sein musikalisches Talent wurde mit zahlreichen internationalen Preisen und Auszeichnungen gewürdigt.

So wurde er beispielsweise vom Beethoven Center Vienna mit dem „Young Musicians Award“ ausgezeichnet und zum „Junior Violin Ambassador“ der AMADEUS International School Vienna ernannt.2015 wurde er bei den „International Classical Music Awards“ als „Young Artist of the Year“ ausgezeichnet, und 2016 erhielt er den „ECHO KLASSIK“ für Nachwuchskünstler.

Als Solist trat Yury Revich bereits mit verschiedenen Orchestern auf, u. a. mit dem Svetlanov Symphony Orchestra, mit dem Orchester „La Verdi Milano“, dem Orchester „I Pomeriggi Musicali“, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Zagreber Solisten, dem Russian National Orchestra, den Moscow Soloists sowie der Israel Sinfonietta, und arbeitete mit Dirigenten wie Yuri Bashmet, Mikhail Pletnev, Justus Frantz, Zhang Xian, Gintaras Rinkevicˇius und Yuri Simonov zusammen. Dabei war er in den renommiertesten Konzertsälen der Welt zu hören, u. a in der Carnegie Hall, in der Mailänder Scala, in der Laeiszhalle in Hamburg, in der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, im Wiener Konzerthaus, in der Tonhalle Zürich, im Wiener Musikverein, im Gewandhaus Leipzig, im Gasteig in München, in der Metropolitan Hall in Tokio, in der Tschaikowski-Konzerthalle in Moskau und in der Cadogan Hall in London. Yury Revich war außerdem zu Gast bei zahlreichen internationalen Festivals wie dem Verbier Festival, dem Festival Radio France in Montpellier und bei den Sommets Musicaux de Gstaad. Vom Aurora Music Star Festival in Schweden und dem FESTIVAL NEXT GENERATION Bad Ragaz in der Schweiz wurde er als Artist in Residence eingeladen. 

Der junge Geiger ist musikalisch sehr vielseitig: So spielt er Barockmusik auf historischen Instrumenten, beschäftigt sich aber ebenso gerne mit moderner Musik. Mehrere Komponisten haben ihm ihre Werke gewidmet. Als Kammermusiker tritt er mit namhaften internationalen Künstlern wie Gary Hoffman, Daniil Trifonov, Liana Isakadze, Massimo Quatra und Lawrence Dutton auf. Yury Revich spielte bereits zahlreiche Aufnahmen ein, u. a. für Sony Classical, Capriccio, ARS Produktion und Odradek Records.

Der junge Musiker hatte die Ehre, einige Auftritte auf der Stradivari „Duke of Alba“ und auf der Guarneri del Gesù „Ex-Max Rostal“ zu spielen, die ihm von der Stradivari-Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden. Außerdem hat er auf der legendären Guarneri „The King“ gespielt. Seit 2016 spielt Yury Revich eine „Golden Period“-Stradivari aus dem Jahr 1709, die ihm von der Goh Family Foundation zur Verfügung gestellt wird.

Petrit Çeku, Gitarre - Intendant in Residence, Frühjahr 2018

Petrit Çeku, Gitarre Petrit Çeku wurde 1985 in Prizren (Kosovo) geboren und erhielt dort seinen ersten Gitarrenunterricht bei Luan Sapunxhiu. 2002 ging er nach Zagreb (Kroatien), um dort seine musikalische Ausbildung zunächst bei Xhevdet Sahatxhija und später an der Musikakademie Zagreb in der berühmten Klasse von Darko Petrinjak fortzusetzen, wo er 2008 seinen Abschluss machte. Anschließend wechselte er ans Peabody Conservatory in Baltimore (USA), um bei Manuel Barrueco zu studieren. 2013 schloss er sein Studium dort erfolgreich ab.

Petrit Çeku, der von dem Gitarrenkritiker Colin Cooper als „außergewöhnlich begabter Solist“ gelobt wurde, ist Preisträger zahlreicher renommierter internationaler Gitarrenwettbewerbe, darunter die „Parkening International Guitar Competition“ in Malibu (USA), die „Schadt String Competition“ in Allentown (USA), die „International Guitar Competition Maurizio Biasini“ in Bologna (Italien) und die „International Guitar Competition Michele Pittaluga“ in Alessandria (Italien). Petrit Çekus außerordentliches Einfühlungsvermögen und seine Ausdruckskraft haben weltweit die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich gezogen und für Begeisterung gesorgt. Er hat zahlreiche Konzerte in Europa und Nordamerika gegeben und spielte als Solist mit bedeutenden Orchestern wie dem Baltimore Symphony Orchestra, dem Czech Chamber Philharmonic Orchestra, dem Orchestra of the State Hermitage St. Petersburg und den Zagreber Philharmonikern. Außerdem tritt er regelmäßig mit dem berühmten Ensemble Zagreber Solisten auf und ist Gründungsmitglied des 2008 entstandenen Gitarrentrios „Elogio“.

2012 gastierte Petrit Çeku erstmals beim FESTIVAL NEXT GENERATION und 2013 beim Festival MusicConnects in Bad Ragaz (Schweiz). 2008 erschien seine erste Solo-CD bei Naxos. Kürzlich veröffentlichte das spanische Label Eudora Records seine Einspielung der sechs Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach in einer Bearbeitung für Gitarre von Valter Dešpalj. Petrit Çeku spielt auf einer Ross-Gutmeier-Gitarre.

Andrei Ioniță, Violoncello - Intendant in Residence, Herbst 2018

Andrei Ioniță, Violoncello Andrei Ioniță wurde 1994 in Bukarest (Rumänien) geboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Drei Jahre später wechselte er zum Cello und erhielt seine Ausbildung zunächst an der Musikschule „Iosif Sava“ in Bukarest bei Ani-Marie Paladi. Seit 2012 studiert er bei Prof. Jens Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin und ist außerdem Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Bei vielen großen Cellisten unserer Zeit hat Andrei Ioniță sich wichtige musikalische Impulse geholt, u. a. bei David Geringas, Steven Isserlis, Heinrich Schiff, Wolfgang Boettcher, Gary Hoffman und Wolfgang Emanuel Schmidt.

Im Rahmen des Festivals der Kronberg Academy „Chamber Music Connects the World“ musizierte er im Juni 2014 unter anderem an der Seite von Musikern wie Gidon Kremer und Christian Tetzlaff. In den letzten Jahren war Andrei Ioniță in großen Konzertsälen wie dem Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie, dem Herkulessaal München, dem Stadtcasino Basel oder auch dem Bukarester Athenäum zu Gast. 

Der junge Cellist ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe. So erspielte er sich unter anderem im Juni 2013 den 1. Preis bei der „Aram Khachaturian International Competition“ und im September 2014 den 2. Preis beim „Internationalen ARD-Musikwettbewerb“ in München sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Auftragswerks. Zwei Monate später wurde er mit dem 2. Preis beim „Grand Prix Emanuel Feuermann 2014“ in Berlin ausgezeichnet. Der große internationale Durchbruch gelang ihm im Juni 2015 mit dem 1. Preis beim „Internationalen Tschaikowski-Wettbewerb“ in Moskau. Entsprechend war die Saison 2015/2016 mit großen Debüts versehen, u. a. mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem St. Petersburg Philharmonic Orchestra, der Filarmonica di Bologna oder auch der Filarmonica „George Enescu“ in Bukarest. Es sind außerdem etliche Auftritte auf Einladung von und zusammen mit Maestro Valery Gergiev vorgesehen, unter anderem in London, München, Baden-Baden und St. Petersburg. Im Februar 2016 war er Artist in Residence beim FESTIVAL NEXT GENERATION Bad Ragaz in der Schweiz.

Andrei Ioniță ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und darf als solcher ein Violoncello von Giovanni Battista Rogeri, Brescia 1671, spielen.

Eva-Nina Kozmus, Querflöte - Intendantin in Residence, Frühjahr 2019

Eva-Nina Kozmus, Querflöte Eva-Nina Kozmus, 1994 in Celje geboren, ist die einzige slowenische Musikerin, die je den renommierten Eurovisionswettbewerb für junge Musiker gewann (2010). Sie begann im Alter von sieben Jahren mit dem Flötenspiel und belegte ein Musikstudium am Konservatorium von Ljubljana. Derzeit ist sie Studentin am Conservatoire national supérieur musique et danse de Lyon bei Prof. Philippe Bernold. Außerdem ist sie Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und nimmt dort an den Intensiv-Wochen teil. 

Die junge Flötistin besuchte zahlreiche Meisterkurse, u. a. bei Prof. Emmanuel Pahud, Sir James Galway, Prof. Philippe Bernold, Prof. Davide Formissano, Prof. Andrea Oliva, Prof. Janos Balint, Prof. Maxence Larrieu, Prof. Gaspar Hoyos, Prof. Milena Lipovsˇek, Prof. Liza Hawlina Prešiček, Prof. Jan Ostry, Prof. Gaby Pas-Van Riet, Prof. Petri Alanko, Prof. Walter Auer, Prof. Karl-Heinz Schütz, Prof. Jeffrey Cohan und Prof. Michel Debost. 

2005 begann sie an Wettbewerben teilzunehmen und gewann in der Folge zahlreiche Preise: 2005 und 2007 erspielte sie sich den 1. Preis beim internationalen Wettbewerb für Holzbläser in Pozarevac (Serbien), 2006 gewann sie den 2. Rang beim nationalen slowenischen Jugendmusikwettbewerb in der Kategorie Solfeggio, 2007 den 1. Preis und einen Sonderpreis beim TEMSIG-Wettbewerb in der Kategorie Flöte sowie einen 1. Preis beim internationalen Flötenwettbewerb in Koper (Slowenien). Erstplatzierungen erreichte sie 2008 auch beim internationalen Musikwettbewerb in Triest, 2009 beim internationalen Flötenwettbewerb „Flauta Aurea“ in Zagreb, bei der slowenischen Vorausscheidung für den Eurovisionswettbewerb sowie bei der „Anton Eberst International Competition“ in Novi Sad. Im Februar 2010 erhielt sie den „Lucijan Marija Skerjanc Award“ für ihre außerordentlichen künstlerischen Leistungen, gefolgt vom „Risto Savin Award“ im Februar 2011. 

Eva-Nina Kozmus trat solistisch u. a. mit dem RTV Slovenija Symphony Orchestra, mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein, dem RSO Wien, dem National Radio Orchestra Bucharest und dem Sarajevo Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Florian Krumpöck, En Shao, Cristian Orosanu, Cornelius Meister, Patrick Lange und Vladimir Spivakov auf. Des Weiteren machte sie Aufnahmen für das slowenische Radio und Fernsehen. Als Solistin arbeitete sie mit den slowenischen Komponisten Tomaž Habe und Anže Rozman zusammen. Außerdem ist die junge Flötistin regelmäßig zu Gast beim FESTIVAL NEXT GENERATION Bad Ragaz in der Schweiz und Mitglied des ENSEMBLES ESPERANZA, das aus Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein besteht.

Marie Spaemann, Mela, Violoncello & Gesang - Intendantin in Residence, Herbst 2019

Marie Spaemann - Mela, Violoncello & Gesang Der musikalische Weg der 1988 in Wien geborenen Cellistin Marie Spaemann wurde schon früh von Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen einerseits und ihrer Faszination und Neugierde für die Vielfältigkeit des Musik- und Kunstschaffens andererseits geprägt. Die erste Preisträgerin des „Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs“ und ehemalige Stipendiatin der Seymour Obermeyer Stiftung trat als Solistin unter anderem in Begleitung der Norddeutschen Philharmonie, des Kärntner Sinfonieorchesters, der Internationalen Donauphilharmonie, der Zagreber Philharmoniker und des Kroatischen Kammerorchesters auf.

Marie Spaemann studierte bei Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sowie bei Valter Desˇpalj an der Musikakademie Zagreb. 2011 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab und erhielt den „Rektor-Preis“. Sie besuchte u. a. Meisterkurse bei Eleonore Schoenfeld, David Geringas, Frans Helmerson und Jens Peter Maintz. Außerdem ist sie Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und nimmt dort regelmäßig an den Intensiv-Wochen und Aktivitäten teil. Sowohl in solistischer als auch in kammermusikalischer Besetzung wird Marie Spaemann regelmäßig zu internationalen Festivals wie dem FESTIVAL NEXT GENERATION Bad Ragaz in der Schweiz, dem PODIUM Festival in Deutschland und Österreich, dem Saronic Chamber Music Festival in Griechenland, dem Dubrovnik Summer Festival in Kroatien, dem südkoreanischen Festival Classic Garden oder zu Konzerthaus International in New York eingeladen. Derzeit ist sie Solo-Cellistin des Sinfonieorchesters Liechtenstein und Mitglied des ENSEMBLES ESPERANZA, das aus Stipendiatinnen und Stipendiaten der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein besteht.

Marie Spaemanns zunehmende Tätigkeit in kunstübergreifenden Produktionen und Projekten, die musikalisch über die Klassik hinausreichen, führte u. a. zur Zusammenarbeit mit dem Volkstheater Wien, der Kompanie „Vonnunan“ und zu gemeinsamen Auftritten mit Schauspielern wie z. B. Gabriele Schuchter, Beatrice Frey (Schauspielhaus Hannover) und Michael König (Burgtheater Wien). Neben Aufnahmen mit der Soul- und Jazzsängerin Lylit (Kedar Entertainment) entstand im Herbst 2013 ihr Singer/Songwriter- Projekt „Mela“, mit dem Ende 2014 ihre erste CD entstanden ist.

Chouchane Siranossian, Violine

Chouchane Siranossian, Konzertmeisterin Die französisch-armenische Geigerin Chouchane Siranossian zählt zu den interessantesten Talenten ihrer Generation. In hohem Maße der Gegenwart aufgeschlossen und auch in historisch informierter Aufführungspraxis bewandert, hat sie sich als „Universalmusikerin“ in Kreisen der Barockmusik bis hin zur Neuen Musik einen Namen gemacht. Sie studierte bei Tibor Varga, Pavel Vernikov, Zakhar Bron und Reinhard Goebel und ist eine gefragte Solistin und Konzertmeisterin. So spielte sie u. a. mit der Staatskapelle Dresden, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Concerto Köln, dem Balthasar-Neumann-Ensemble, der Hofkapelle München, dem Münchener Kammerorchester und Anima Eterna.

Sie ist Konzertmeisterin der Capella Augustina und des ENSEMBLES ESPERANZA der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Als Kammermusikerin konzertierte sie sowohl mit Musikern wie Bertrand Chamayou, Michel Béroff, Philippe Bianconi, Daniel Ottensamer und Thomas Demenga als auch mit Persönlichkeiten aus dem Bereich der historischen Aufführungspraxis wie Jos van Immerseel, Christoph Prégardien, Andreas Spering, Dorothee Oberlinger, Christophe Coin, Kristin Von der Goltz, Ruedi Lutz, Valer Barna-Sabadus oder Rüdiger Lotter. Ihr großes Interesse an zeitgenössischer Musik zeigt sich in ihrer Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten wie Bechara El Khoury, Daniel Schnyder, Marc-André Dalbavie oder Eric Tanguy. Ihre Konzerte wurden von zahlreichen Radiosendern wie WDR, NDR, SRF, BR, ORF, Radio classique und Radio Suisse Romande aufgenommen. 2014 erschien ihre erste Solo-CD „Time Reflexion“ bei OehmsClassics, die u. a. mit dem „Diapason Découverte“ ausgezeichnet wurde. 2015 veröffentlichte sie eine weitere CD bei Sony/Deutsche Harmonia Mundi, und 2016 wird eine CD mit einem Duo-Programm mit Jos van Immerseel bei Alpha erscheinen. 

Chouchane Siranossian spielt eine Barockvioline der Gebrüder Joseph & Antoine Gagliano (1795) und eine Violine von Giuseppe Guarneri, Filius Andrea (1697).

Ensemble Esperanza

Ensemble Esperanza Das Ensemble Esperanza wurde im Winter 2015 durch die Internationale Musikakademie in Liechtenstein im Rahmen einer ganzheitlichen musikalischen Ausbildung gegründet. Abgesehen von der Konzertmeisterin und dem Cembalisten besteht es nur aus Stipendiaten der Internationalen Musikakademie, die aus ganz Europa für verschiedene Projekte zusammenkommen. Sein Debüt gab das junge Ensemble im Februar 2015 beim 5. FESTIVAL NEXT GENERATION in Bad Ragaz, wo es mit drei verschiedenen Konzerten große Erfolge feierte und von der internationalen Presse in den höchsten Tönen gelobt wurde. Das ENSEMBLE ESPERANZA wird von seiner Konzertmeisterin Chouchane Siranossian geleitet, die sich als „Universalmusikerin“ in Kreisen der Barockmusik bis hin zur neuen Musik einen Namen gemacht hat.

Ihre Aufnahmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den „Diapason Découverte“. Die Mitglieder des Ensembles, dessen Repertoire sich von barocken Werken bis hin zur zeitgenössischen Musik erstreckt, stammen aus 14 verschiedenen Ländern Europas.

Die jungen Musiker dieser Formation brillierten bei ihrem Debüt mit ganz tollen, spannenden und kohärenten Darbietungen, wie man sie sich schöner und anregender nicht vorstellen kann. (Remy Franck, Pizzicato.lu/ 11.02.2015)

Vom ersten Takt zog das Orchester die Besucher in den Bann, harmonierte wie aus einem Guss und erntete jeweils verdienten minutenlangen Applaus. (Volksblatt/ 14.02.2015)