Aktuelles

Konzert mit „europäischer Note“

15. April 2018

Das zweite Konzert der Frühjahrs-Ausgabe von :alpenarte 2018 stand ganz im Zeichen von Komponisten aus diversen europäischen Himmelsrichtungen wie beispielsweise Niccolò Paganini, Luka Sorkocevic und Jean Françaix.

Zusammen mit dem neuen künstlerischen Leiter und Klarinettisten Sebastian Manz konnte sich Intendant in Residence Petrit Çeku neben seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten auf der Gitarre auch als Arrangeur profilieren. Mit Wolfgang Amadeus Mozartwaren nach der Pause die Republik Österreich sowie mit dem Gitarrenquintett von Luigi Boccherini der südliche Nachbar Italien vertreten. Dass das Konzert programmatisch mit einem Stück von Beethoven endete und dieser sich bekanntermaßen besonders stark für Völkerverständigung einsetzte, war daher kein Zufall:Das von Sebastian Manz arrangierte und allseits bekannte Werk „Die Wut über den verlorenen Groschen“ bekam das Publikum in einer außergewöhnlichen Besetzung für Streichquartett, Klarinette und Gitarre zu hören. Mit diesem furiosen Ende sollte das offizielle Programm jedoch noch nicht seinen endgültigen Ausklang finden. Die Zugabe in Form von Beethovens „Ode an die Freude“ aus seiner neunten Sinfonie, wiederum arrangiert von Sebastian Manz, schloss dieses Konzert pompös ab. So waren zu Beginn lediglich drei Gitarren, ein Violoncello und eine Klarinette auf der Bühne vertreten. Nach einer kurzen Ansprache des künstlerischen Leiters lud dieser das Publikum dazu ein, bei der nun folgenden Zugabe – egal, was passieren möge - mitzusingen.

Was das Publikum anfänglich leicht irritierte, sollte sich als tiefgründiger und gleichzeitig amüsanter Abschluss herausstellen. Mit diesem Arrangement kamen während des Musizierens immer mehr Musiker/-innen auf die Bühne und zu guter Letzt sang die Sopranistin Tanja Ruzdjak den Liedtext zur „Ode an die Freude“ in der ersten Strophe im Originaltext, eingeblendet auf einer Leinwand. Hierbei summte das Publikum schon leicht mit.

Doch die größte Überraschung folgte, als die Wiederholung erklang und die Sängerin wiederum in der Originalsprache sang, jedoch der Liedtext im bregenzerwälder Dialekteingeblendet wurde. Dies führte zu Lachen, Schmunzeln, Tränen in den Augen und schlussendlich großartiger Begeisterung im Publikum, das mit Standing Ovations reagierte. Dieses Konzert stand ganz im Zeichen von Europa undvereinteMusiker/-innen unterschiedlicher Nationalitäten mit einem heimischen Publikum, das sich neben dem Wälderdialekt auch mit der „Ode an die Freude“ verbunden fühlte – ein denkwürdiges und nachhaltiges Konzert!

Zur Übersicht